Bericht der Vollversammlung vom 11.02.2023

Protokoll der Vollversammlung

Am 11.02.23 fand im „Der Walzl“ die jährliche Vollversammlung statt. Pünktlich um 1400 Uhr begann der Vortrag von Dr. Daniel Hoffman der einen eindrucksvollen Vortrag zum Thema: Populationsdynamik ausgesuchter Schalenwildarten im Kontext menschlicher Störungen und unter dem Einfluss von Großprädatoren hielt, welcher auch als Schulung gemäß §33a angerechnet wird.

Um 16.30 Uhr begrüßte Obmann Artur Birlmair die versammelten Mitglieder und die Ehrengäste LJM DI Anton Larcher, Geschäftsführer Mag. Martin Schwärzler, Landesveterinärdirektor HR Dr. Josef Kössler, DI Hans-Peter Jauck als Vertreter der Landesforstdirektion, den Obmann-StV. der Berufsjägervereinigung ROJ Thomas Dornauer, den Obmann des LJSchV 1875 Manfred Weißbriacher, sowie Alt-LO Hans Huber und den Träger des silbernen Ehrenzeichens Ing. Sepp Vogl.

Nach dem Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder, wurde die Versammlung fortgesetzt. Auf die Verlesung des Protokolls der letzten Vollversammlung wurde auf Antrag statutengemäß verzichtet, da dieser in der letzten Ausgabe des Tiroler Jagdaufseher abgedruckt war. Der Landesobmann bedankt sich bei Christa Kohler für die herausragende Arbeit als Kassier und Vorstandsmitglied. Christa Kohler gibt die Änderung des Geschäftsjahres vom 01.01. bis 31.12. Der Kassabericht wurde detailliert dargelegt und auf Antrag der Kassaprüfer Reinhard Draxl und Gottlieb Nigg die Entlastung des Vorstandes beantragt und einstimmig angenommen.

Der Landesobmann legt in seinem Bericht das vergangene Jahr dar. Die Tiroler jagdbare Fläche von 1,264 Mio. ha ist in 1262 (905 EJ und 367 GJ) Reviere unterteilt. Der Jagdschutz wird von 1341 Jagdaufsehern und 117 Berufsjägern vollzogen. 1377 Jagdaufseher sind aktuell Mitglied im TJAV davon sind 33 Frauen. 90 % der vereidigten JA sind Mitglied im TJAV. Das älteste Mitglied ist 99 Jahre und das jüngste 26 Jahre alt. Das Durchschnittsalter beträgt 60 Jahre. Unsere Mitglieder sind in diversen Gremien, wie Bewertungskommissionen und als Delegierte beteiligt und haben einen wichtigen Anteil bei den Vorschlägen zu Gesetzesentwürfen und Verbesserung der Ausbildung zum Jagdaufseher. Die Weiterbildung der JA wird über die Akademie des TJV gemacht, wobei Mitglieder des TJAV eine 25% Kostenerstattung der Kurskosten bekommen. Dieser kann direkt beim Kassier ober über unsere Homepage beantragt werden. 2022 haben 33 Jagdaufseher die Prüfung abgelegt. Das Niveau der Prüflinge ist dank der Revierpraxis und der diversen Erweiterungen des Kurses hoch. Das ist den Jagdpächtern und Jagdaufsehern danken, die mit sehr viel Einsatz die Ablegung der Revierpraxis ermöglichen. Die Jagdschutzorgane werden aufgefordert die erforderlich Stundenanzahl nach §33a frühzeitig zu erbringen, damit Mahnungen durch die Bezirksjagdbehörden nicht erforderlich sind. Auch ist es nötig, bei Neubestellungen die Anzahl vor der Bestellung erbracht zu haben. Es wurde einige Rechtsberatungen und Hilfestellungen durch Obm-Stv Dr. Roland Kometer für unsere Mitglieder erbracht. Ein von ihm ausgearbeiteter Mustervertrag kann von den Mitgliedern kostenlos angefordert werden.

Die Einkaufsvorteile können mit der Mitgliederkarte in Anspruch genommen werden. Weitere Funktionen sind in Ausarbeitung. Die neu installierte Homepage und die Auftritte in Social Media sollen neben dem Mitteilungsblatt die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und verbessern. Der Schriftführer Franz Hohenauer kümmert sich um die Pflege und Aktualität der Einträge im WWW. Der Vorstand hat letztes Jahr 4 Vorstandssitzungen abgehalten.

Birlmair ruft zu Einigkeit unter der Jägerschaft und im Verband und lädt speziell die Berufsjäger zur Zusammenarbeit auf. Das Konzept zu einem zeitgemäßen und professionellen Jagdmanagements, welches von der Berufsjägervereinigung lanciert wurde, trägt nicht dazu bei Einigkeit und Zusammenhalt unter der Jägerschaft zu fördern. Schuldzuweisungen und Herunterspielungen der Qualifizierungen sind nicht der Weg um Probleme zu lösen. Die darin erwähnten Jagdspezialisten sitzen im selben Boot und auch sie sind nicht von Fehlern gefeit. Besser wäre es zusammen an den Problemen wie TBC und große Beutegreifer zusammenzuarbeiten. Der TJAV ist sich der Verantwortung bewusst und lädt die Berufsjäger zur Zusammenarbeit bei der Lösung der Probleme herzlich ein.

In den Grußworten der Landesforstdirektion von DI Hans-Peter Jauck lobt er die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und den Jagdschutzorganen um die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen zu können.

Der stellvertretende Obmann der Berufsjägervereinigung Thomas Dornauer überbringt die besten Grüße der Berufsjägervereinigung. Die Sorgen der Jägerschaft wie die klimatischen Veränderungen, nachtaktives Wild, das Freizeitverhalten in den Wildlebensräumen und die Rückkehr der großen Beutegreifer soll gehört werden. Die bisherige Überwinterungsstrategien beim Schalenwild wird durch die vermehrte Auflösung konterkariert und muss neu überdacht werden. Die Einflüsse auf die Lebensräume, zusammen mit den Fütterungsauflösungen bedarf einer höheren Schadenstoleranz durch Forst- und Landwirtschaft. Der Druck auf die Jägerschaft scheint die Leistungen der Jäger immer wieder in ein falsches Licht zu rücken. Die Leistungsbereitschaft der ehrenamtlichen Jäger ist anzuerkennen.

HR Dr. Josef Kössler nützt die Gelegenheit um der Vollversammlung einen Überblick über die aktuelle Situation der Zoonosen TBC, Geflügelpest und Schweinepest zu geben. Er ruft dezidiert dazu auf bei Jagdausflügen in benachbarten Ländern größte Sorgfalt walten zu lassen, damit die Schweine- und Geflügelpest über das Fleisch und die Trophäen der erlegten Tiere nicht nach Tirol eingeschleppt wird. In Tirol sind 1054 kundige Personen für die Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit bestellt und das Land dankt für dieses Engagement.

LJM Anton Larcher drückt seine Sorge um die zukünftigen Aufgaben der Jägerschaft, insbesondere der Jagdschutzorgane, die mit der Novelle des TJG einhergehen aus. Der TJV hat bestmöglich auf die Gesetzgebenden Instanzen eingewirkt, damit der mögliche Schaden durch den Abschuss eines Beutegreifers nicht auf diese zurückfällt bzw. dass die Abschussmeldungen anonymisiert über die Hegemeister bzw. Bezirksjägermeister gemacht werden. Der einzelne Erleger ist somit bestmöglich gegen Angriffe der Tierschützer geschützt.

Die Ehrungen des TJAV wurde, wie die gesamte Veranstaltung von den Tiroler Jagdhornbläser umrahmt und gab dem Ganzen einen festlichen Rahmen. Neben den verdienten Mitgliedern für die 25 jährige, 40 jährige und 50 jährige Tätigkeit als Jagdschutzorgan wurde Alt-Bezirkobmann Balthauser Lerchster für seine langjährige und aufopfernden Tätigkeit mit dem Silbernen Ehrenzeichen des TJAV geehrt. Martin Kleinheinz wurde für seine 40 jährige Mitgliedschaft und seiner Tätigkeit als Schriftführer über mehrere Perioden geehrt.

Die Veranstaltung endete um 18:30 Uhr

Schriftführer
Franz Hohenauer

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