Protokoll zur Bezirksversammlung Reutte 2026

Protokoll der Bezirksversammlung Reutte

Am 22. April 2026 fand die TJAV-Bezirksversammlung des Bezirks Reutte im Hotel Goldener Hirsch in Reutte statt.

Der Einladung des Bezirksobmanns, Anton Lorenz, folgten zahlreiche Ehrengäste, darunter Landesjägermeister Stv. Artur Birlmair, BJM WM Martin Hosp, die Jagdreferentin der BH Reutte, Ute Huter-Schrimpf, Landesobmann BM Ing. Thomas Pedevilla, der Schriftführer des TJAV, Gregor Schartner, das Ehrenmitglied des TJAV, Christa Kohler sowie die Bürgermeister Hans Peter Außerhofer aus Stanzach und Martin Kärle aus Vorderhornbach. Als langjährige Gebietsbetreuer des TJAV konnten Toni Pohler, Manfred Zoppel und seit 2 Jahren tätig als Gebietsbetreuer Lukas Klotz begrüßt werden. Die Gebietsbetreuer Markus Köck und Johann Koch waren entschuldigt.

Gemäß den Satzungen des TJAV stellte der Bezirksobmann zu Beginn der Versammlung zunächst die Beschlussfähigkeit zur festgesetzten Zeit fest.

 

Anschließend gedachten die versammelten Mitglieder mit einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern. Stellvertretend wurde Rupert Donninger genannt.

Aus terminlichen Gründen wurde Punkt 6) der Tagesordnung auf Pkt 3) vorgezogen und Pkt 3) nach Pkt 6) verschoben. Die Vollversammlung war einstimmig damit einverstanden.

Die Leiterin des Jagd- und Waffenreferates der BH Reutte, Ute Huter-Schrimpf, führte sodann ihren spannenden Vortrag aus. Dabei konnten die Mitglieder über die unmittelbar anstehenden Änderungen im Jagd- und Waffengesetz eingehend informiert werden.

Anschließend folgte der Bericht des Bezirksobmannes. Anton Lorenz informierte über den Zweck und die Mittel des Tiroler Jagdaufseherverbandes. Der TJAV gibt den Jagdaufseher:innen Rückhalt und Beratung bei der Erfüllung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Der Obmann strich besonders hervor, dass es zur für die Zukunft der Jagd ohne enge Zusammenarbeit der Gliederungen innerhalb des Tiroler Jägerverbandes nicht gehen wird.

Die Mitglieder wurden sodann ersucht, durch Vorschläge oder Ideen an der Gestaltung des TJAV mitzuwirken.

Im Bezirk sind derzeit 68 Jagdaufseher und 1 Jagdaufseherin als Mitglieder im Verband registriert. Das älteste Mitglied ist 88 Jahre und das jüngste 35 Jahre alt.

Für ihre langjährige Unterstützung des Bezirksobmannes konnten die anwesenden Toni Pohler und Manfred Zoppel mit einem kleinen Präsent überrascht werden.

Der Landesobmann BM Ing. Thomas Pedevilla konnte sodann in seinem Bericht auf eine gut besuchte Vollversammlung im Reschenhof in Mils zurückblicken. Er betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit dem Tiroler Jägerverband und der Tiroler

Berufsjägervereinigung. Ein weiterer wichtiger Schritt war der Aufbau eines eigenen Zählpersonal-Pools für das Gams- und Steinwildmonitoring. Wer Interesse hat, künftig bei größeren Zählungen mitzuwirken, könne sich beim jeweiligen Bezirksobmann oder direkt beim Schriftführer des TJAV, Gregor Schartner, melden.

 

Sodann folgten die Grußworte der Ehrengäste. BJM WM Hosp erwähnte, dass die Jägerschaft im Bezirk engagiert, verantwortungsbewusst und nachhaltig arbeite, um einen gesunden Wald sowie einen ausgewogenen Wildbestand sicherzustellen. Sorgen bereitet hingegen weiterhin das Rehwild und das Gamswild. Betreffend das Gamswild „Oben kann es nicht sein – unten darf es nicht sein“, brachte Hosp die schwierige Lage auf den Punkt. Die Abschusszahlen des vergangenen Jahres unterstreichen die intensive Bewirtschaftung.

 

LJM-Stv. Artur Birlmair führte sodann zum Thema „Große Beutegreifer“ aus und berichtete von 27 Maßnahmenverordnungen im Jahr 2025, wodurch sechs Wölfe erlegt werden konnten. Im vergangenen Jahr wurden in Tirol 31 verschiedene Wolfsindividuen nachgewiesen. Die Bedeutung eines funktionierenden Monitorings wurde dabei auch klar betont. Auch die TBC-Situation beim Rotwild bleibe ein zentrales Thema. Die Jägerschaft arbeite weiterhin intensiv an Verbesserungen. Der Dachverband Jagd Österreich wurde sodann als wichtige Interessenvertretung auf Bundesebene hervorgehoben. Weiters sprach LJM-Stv. Artur Birlmair die Jagdstrategie 2030 des Tiroler Jägerverbandes, die beschlossenen Schalenwildrichtlinien sowie das wildökologische Gesamtkonzept an. Themen wie Überwinterungsstrategie, Wildruhezonen und Abschussplanung bleiben dabei zentrale Bausteine der möglichen zukünftigen Ausrichtung.

 

Zum darauffolgenden Tagesordnungspunkt „Neuwahl“ wurde im Anschluss das Wort an den Landesobmann übergeben. Er stellte den Antrag an die Vollversammlung, die Wahl per Akklamation durchzuführen. Die Versammlung stimmte einstimmig zu. Der Landesobmann teilte mit, dass ein Wahlvorschlag für JA Roland Kärle eingegangen sei. Der LO brachte diesen Vorschlag zur Abstimmung. Der Vorschlag wurde einstimmig von der Versammlung bestätigt. Somit wurde Jagdaufseher Roland Kärle aus Hinterhornbach zum neuen Bezirksobmann Reutte gewählt. Kärle nahm die Wahl an. Der Landesobmann bedankte sich herzlich bei Anton Lorenz für seinen langjährigen Einsatz und seine wertvolle Arbeit als Bezirksobmann. Dem neuen Bezirksobmann Roland Kärle wünscht er alles Gute und viel Erfolg in seiner neuen Funktion.

 

Unter dem Punkt „Allfälliges“ gab es keine Wortmeldungen. Somit konnte der Bezirksobmann die Versammlung schließen und die Anwesenden zu einem Essen und geselligem Zusammensein einladen.

 

Tiroler Jagdaufseher Verband

Bezirksobmann

Anton Lorenz

 

 

 

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